Die Geschichte der Russenschmiede

Dieses Kennzeichen und 2005 sind eng miteinander verbunden.

Das war so...

Frühjahr '05 Tauschhandel wie zu Ostzeiten - Ware gegen Ware. "Meister's" ukrainischer Freund bezahlte Außenstände mit einer Dnepr MT 16, Baujahr '93, Farbe blau nebst Kennzeichen (siehe oben) , Zulassung und Bedienungsanleitung. Da stand sie nun in unserer Werkstatt. 

...unser erstes Motorrad

Ok - bisschen Benzin rein, hier etwas Fett, da mal dran gedreht... wir hatten ja keine Ahnung von "Russentechnik". Zündung an, getreten und sie lief. So haben wir unsere erste Probefahrt gemacht, bis sie nicht mehr lief. :-( Oh Gott...wie ratlos waren wir...! Wir bastelten bis zum Abwinken. Zu dieser Zeit versuchten wir die russische Denkweise zu verstehen...und stellten erstmal alles wieder in die Ecke.

Aber ein halbes Jahr später schöpften wir neuen Mut. Bei "Fetti" stand der Polterabend vor der Tür. Eigentlich sollte bis dahin das "Ding" wieder laufen. Und dann ging alles ganz schnell. Mit ein paar wenigen Informationen zur Technik lief das "Teil" ganz zuverlässig (wenn man den Sprit nicht vergisst!).Das Polterevent war ganz geil und zu später Stunde fuhren auf einmal 11 Mann gleichzeitig auf der Dnepr mit.

Kurz darauf war Nachttrial in Thalheim. Die Veranstaltung war natürlich auch klasse, aber am nächsten morgen die Gabel total krumm. Alle waren besoffen und keiner wars. Wir richteten den Gabelholm und sie fuhr wieder wie sie sollte.

Wenige Zeit später brachte "Meister" die nächste Dnepr mit ('07). In der ganzen Zeit haben wir uns in Sachen "Russentechnik" enorm weiterentwickelt. Von Zeit zu Zeit ließ sich immer öfter ein hilfsbereiter netter junger Mann blicken. Vorerst half er beim aufräumen und packte mal mit an, wenn es was zu tun gab. Als ihn dann auch der "Russe" am Kragen packte, kniete er sich voll rein und schloß sich der im Januar '07 geplanten Winterausfahrt an. So sattelten wir unsere ukrainischen Rösser und fuhren dem Januarsturm voll entgegen ins Riesengebirge. Bei dieser Winterausfahrt mit Skiern und Snowboards wurde auch Wintersport betrieben. Wobei der nette junge Mann ein derartiges Unvermögen beim Snowboard fahren hinlegte, dass der Name "Sielmann" geboren wurde und geradezu treffend war.

Ende Herbst '07 schaute wiederrum jemand ab und an mal rein...diesmal aber eine nette junge Dame. Schnell lernte sie durch pures zuhören Begriffe und Gepflogenheiten im Russenalltag kennen, brachte ihre kreative Ader mit und ist von nun an mit von der Partie. "Fetti" nannte sie ständig "Melanowska" und schon hatte sie ihren Namen.

Unmittelbar nach der Winterausfahrt kam die Idee "Will's Russenschmiede" zu gründen. Am 26.04.08 fand dieses glorreiche Ereignis in Verbindung mit unserem 1. Russentreffen in Chemnitz statt. Nach einer ca. 150 km langen Ausfahrt machten wir Zwischenstop in Scharfenstein und weihten unsere Russenschmiede ein. Schild enthüllt, Sekt zerschellt, Bier getrunken (echt russisch), natürlich was gegessen und wieder davongeschnellt...zurück nach Chemnitz in unser Zelt. :-D Im Großen und Ganzen war es ein gelungenes Ereignis.

Während dieses Wochenendes hatten wir auch einen Kameramann dabei, der alles dokumentierte und eine super DVD von diesem "Geburtstag" zusammenstellte. An unserem 2. Russenhutzenabend am 5.09.08 nahmen wir ihn ( Andre "Fructy" Obst) feierlich in unseren Kreis der Russen auf und sind von nun an 5 Mitglieder.

Das klingt alles wie ein schönes Märchen...ist aber die Wahrheit. Nun geht es von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang rund in der Russenschmiede. Alle weiteren Ereignisse und Erlebnisse könnt ihr mit uns erleben...wenn ihr wollt. :-)

In diesem Sinne Druschba !

PS: Die Seuche hat begonnen!!!

 

 


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